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9 Tipps für mehr Sicherheit auf dem Schulweg

Mit unseren neun Sicherheitstipps für den Schulweg musst du dir weniger Sorgen machen, dass dein Kind sicher in der Schule oder zuhause ankommt. Egal, ob dein Kind den Schulweg zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegt, überall können Gefahren auftreten. Durch die Beachtung folgender acht Tipps wird zum einen die Sicherheit auf dem Schulweg erhöht und zum anderen lernt dein Schützling die Verkehrsregeln schneller. Zudem erfährst du, warum der Schulweg ein wichtiger Baustein in der Entwicklung deines Kindes ist.

Schulweg als “Lebensschule” vs. Eltern-Taxi

Der Schulweg ist für Kinder und insbesondere für Schulanfänger eine echte Herausforderung und die Sorgen der Eltern sind nicht unbegründet. Laut einer Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung gab es im Jahr 2016 ganze 111.216 meldepflichtige Schulwegunfälle. Viele Eltern bringen ihre Kinder aus diesem Grund jeden Morgen mit dem Auto zur Schule. Doch trotz der Gefahren ist es wichtig, dass Kinder eigenständig zur Schule gehen. Den Schulweg alleine zu bewältigen, gehört zum Erlernen des selbstständigen Handelns dazu. So eignen sich die Schüler die Verkehrsregeln schneller an und können Situationen im Straßenverkehr besser einschätzen. Dies ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung eines Kindes, weshalb der Schulweg auch gerne als “Lebensschule” bezeichnet wird. Zusätzlich richten die besorgten Eltern jeden Tag ein massives Verkehrschaos vor vielen Schulen an, was weitere Gefahrensituationen für die Schüler birgt. Kinder sind nämlich aufgrund ihrer Körpergröße leicht zu übersehen und können den Straßenverkehr schlechter überblicken als ein Erwachsener. Mit unseren acht Sicherheitstipps schaffst es auch du, auf das Elterntaxi zu verzichten und dein Kind selbstständig zur Schule gehen zu lassen.

8 Sicherheitstipps für den Schulweg

1. Lernt vorab gemeinsam die Verkehrsregeln 

Natürlich ist dein Kind noch zu jung, um alle Verkehrsregeln á la Fahrschulprüfung zu lernen, aber dennoch ist es wichtig, zumindest die Regeln im Straßenverkehr für den alleinigen Schulweg zu kennen. Wesentlich ist vor allem das Überqueren von Straßen an einer Ampel oder einem Zebrastreifen. Dabei können spielerische Merksätze wie “bei Rot bleibe stehen, bei Grün darfst du gehen” helfen. Folgende Regeln sollte dein Kind auf alle Fälle verinnerlicht haben.

Beim Überqueren von Straßen:

  • Die Straße bevorzugt an Zebrastreifen und Ampeln überqueren.
  • Durch das Handzeichen können sich Kinder “größer” machen.
  • Am Bordstein warten und zunächst nach links, dann nach rechts und dann wieder nach links blicken.
  • Wenn die Straße frei ist, diese zügig überqueren - aber nicht rennen!
  • Erst über die Straße gehen, wenn sicher ist, dass das Auto anhält.
  • Nie quer über die Straße gehen, sondern immer den kurzen, geraden Weg wählen.

Fahren mit Bus oder Bahn:

  • Kein Herumtoben an Haltestellen und vor allem von Fahrbahnen fern halten.
  • Andere Fahrgäste zuerst aussteigen lassen.
  • Kein Drängeln und Schubsen beim Ein- und Aussteigen.
  • Schulranzen auf den Schoß oder zwischen die Beine nehmen, damit andere Fahrgäste nicht behindert werden.
  • Beim Aussteigen: Erst die Straße überqueren, wenn der Schulbus losgefahren ist

2. Plane eine sichere Schulweg-Route

Noch vor Schulbeginn solltest du gemeinsam mit deinem Kind die Route des Schulweges planen. Hierbei gilt: Wähle den sichersten Schulweg, nicht den kürzesten. Unübersichtliche Straßen, verkehrsreiche Kreuzungen und andere Gefahrenpunkte sollen wenn möglich kein Teil des Schulwegen sein, auch wenn das einen kleinen Umweg bedeutet. Wenn dein Kind mit dem Fahrrad zur Schule fahren möchte, dann frühestens nach der Fahrradprüfung in der vierten Klasse.

3. Übt bereits in den Ferien den Schulweg

Nachdem du eine sichere Schulweg-Route geplant hast, gilt es diesen mit deinem Kind zu üben. Dabei ist es wichtig, dein Kind auf mögliche Gefahren vorzubereiten und die Verkehrsregeln der Route einzustudieren. Das solltest du am besten schon vor dem Ende der Ferien tun. So lernt dein Schützling bereits vor Schulbeginn, auf welche Gefahren er achten muss.

4. Rollentausch: Lasse dich von deinem Kind zur Schule bringen

Mit einem Rollentausch kannst du überprüfen, ob der Schulweg deines Kindes schon sitzt und an welchen Stellen noch Nachholbedarf besteht. Tausche nach ein paar Übungsstunden die Rolle mit deinem Kind und lasse dir nun selbst erklären, worauf man im Straßenverkehr achten muss und wo mögliche Gefahrenstellen lauern. Diese spielerische Variante macht nicht nur Kindern Spaß, sondern bietet auch zusätzlichen Lernerfolg. 

5. Begleite dein Kind in der ersten Wochen

Als weitere Unterstützung kannst du dein Kind in den ersten Wochen noch zur Schule begleiten. Gerade für Schulanfänger könnte die neue Situation überfordernd sein. 

6. Begleite den Schulweg deines Kindes digital

Damit sich dein Kind auf dem Schulweg sicherer fühlt und du beruhigt sein kannst, dass dein Kind auch gut ankommt, kannst du auf moderne Technologien zurückgreifen. Mit unserer KommGutHeim App ist es möglich, mittels Live-Standortübertragung den Schulweg deines Kindes zu verfolgen. Wenn dein Kind losläuft, startet es die App und lädt dich als Begleiter ein. Du wirst informiert, dass dein Kind unterwegs ist und kannst den Schulweg live mitverfolgen. Zusätzlich kann dein Kind im Ernstfall sogar alleine, mit nur einem Klick auf den Notfallbutton, Hilfe anfordern.

7. Schicke dein Kind rechtzeitig von zu Hause los

Um Hektik am frühen Morgen zu vermeiden, solltest du dein Kind rechtzeitig für die Schule fertig machen. Ausreichend Schlaf, ein gutes und gesundes Frühstück sowie ein entspannter Start in den Schultag sind Grundvoraussetzung eines jeden ABC-Schützlings.

8. Statte dein Kind mit Reflektoren und heller Kleidung aus

Vor allem jüngere Schüler sollten mit reflektierender Kleidung und Reflektoren am Schulranzen ausgestattet sein, damit sie von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen werden. Ist dein Kind alt genug, um mit dem Fahrrad in die Schule zu fahren, überprüfe regelmäßig die Beleuchtung des Rades und statte es ebenfalls mit Reflektoren aus. Gerade in den Wintermonaten ist es frühen Morgens noch recht dunkel und die Sicht eingeschränkt. Helle oder farbige Kleidung kann ebenfalls dazu beitragen, dass dein Kind im Straßenverkehr mehr auffällt.

9. Organisiere Weggemeinschaften mit anderen Schülern

Wenn sich in der Nachbarschaft noch mehr Kinder befinden, die auf dieselbe Schule gehen, könntest du Weggemeinschaften gründen. Das bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: dein Kind ist nicht alleine, es kann aus dem Verhalten anderer Kindern lernen und du kannst dich beim Begleiten des Schulweges mit anderen Eltern abwechseln.



Was Kinder in welchem Alter verstehen und welche Herausforderungen sie meistern können:

Ab ca. 6 Jahre: Kinder können Geräusche richtig verorten.

Ab ca. 7 Jahre: Kinder können rechts und links unterscheiden.

Ab ca. 8 Jahre: Kinder können Gefahren einschätzen und Bewegungen sofort abbrechen wie zum Beispiel das Rennen.

Ab ca. 9 Jahre: Kinder können Entfernungen richtig einschätzen.

Ab ca. 10 Jahre: Kinder können Geschwindigkeiten richtig einschätzen.

Ab ca. 12 Jahre: Kinder können situativ entscheiden und Regelabweichungen im Verkehr erkennen wie zum Beispiel eine kaputte Ampel.

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